Über dieses Blog:


Ich dokumentiere hier die Journalistenhatz der NachDenkSeiten und des weltnetz.tv - und deren Umfeld.

Albrecht Müller veröffentlichte am 21. März 2014 in den NachDenkSeiten eine Liste mit Journalisten. Er forderte seine Leser dann auf, die Namen dieser Journalisten zu verbreiten und deren Glaubwürdigkeit "im Mark" zu erschüttern.
Namentlich erwähnt wurden auf dieser Liste folgende Journalisten: Josef Joffe (Zeit), Matthias Naß (Zeit), Marc Brost (Zeit), Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung), Claus Kleber (ZDF), Peter Frey (ZDF), Kai Diekmann (Bild), Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Michael Stürmer (Welt.)

Albrecht Müller wörtlich: "Nennen Sie Namen. Denn die laufende Agitation ist nicht namenlos. Sie wird von Personen organisiert und getragen. Die Glaubwürdigkeit dieser Personen muss im Mark erschüttert werden."
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21155

Diese Medienverächtlichmachung (gepaart mit der Verteufelung - z.B. Wolfgang Schäuble als der "Leibhaftige" - von Politikern) ist eine brandgefährliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass die NachDenkSeiten eine Kooperation mit dem weltnetz.tv verkündet haben.
"Dieter Böhm betreibt neben dem Thüringer Lokalsender [Salve TV] auch das Nachrichtenportal weltnetz.tv, dessen Domain auf Böhm registriert ist. Weltnetz.tv bezeichnet sich als „Plattform für linken Journalismus“, einem Journalismus in dem Herrscher wie Syriens Bashir al-Assad, Russlands Vladimir Putin oder Venezuelas Maduro als Verbündete gelten. Israel und die USA dagegen erscheinen auf dem Portal als Ausgeburten des Bösen." (localtimes-erfurt.de)
http://localtimes-erfurt.de/kalter-krieg-bei-salve-tv-ein-nachtrag/

Dienstag, 3. November 2015

Das Treiben der NachDenkSeiten als Rückblick - und gleichzeitig mein letzter Artikel hier

Am 4. März 2015 startete ich dieses Blog. Seither hat sich viel getan. Nachfolgend eine chronologische Übersicht über das querfröntlerische Treiben des unerbittlichen Watchblogs NachDenkSeiten. Meine Beobachtungen und Schlussfolgerungen sind von Wolfgang Lieb weitgehend bestätigt, in manchen Bereichen sogar übertroffen worden. Gestern schafften es die NachDenkSeiten in die "gleichgeschaltete Kampfpresse": In die Frankfurter Rundschau.

In der festen Überzeugung, dass die NachDenkSeiten nicht noch tiefer sinken können, wird dieser Artikel hier also der letzte sein.


 
 

Chronologie eines Niedergangs


Montag, 2. November 2015

Die Otto Brenner Stiftung hat einen Link geteilt: Frankfurter Rundschau

 
 
 
 
 
Tja, Albrecht Müller, wer mit Ken Jebsen, Andreas von Bülow und Willy Wimmer mauschelt, braucht sich nicht zu wundern...
Wie bereits erwähnt, die Otto Brenner Stiftung braucht nun nur noch Wolfgang Lieb zu zitieren.
 
Gross war das Geschrei der Getroffenen, als die Otto Brenner Stiftung ihr Querfront-Arbeitspapier in Netz stellten. Albrecht Müller war mehrere Tage sprachlos, danach brach bei ihm Wut und Empörung bahn. Er, der Mitbegründer der als seriös geltenden NachDenkSeiten ein Querfröntler - nur weil er Ken Jebsen ein Interview gegeben habe? Schliesslich habe auch der Compact-Autor Willy Wimmer dem mit "grosser intellektueller Kraft und Energie" ausgestatteten Ken Jebsen ein Interview gegeben. Albrecht Müller schäumte und spie Gift und Galle gegen die Otto Brenner Stiftung, die er in seinen NachDenkSeiten bisher stets lobend erwähnte, wenn sie "etablierte Medien" aufs Korn genommen hatte.
Auch Ken Jebsen tobte. Als die Otto Brenner Stiftung das Querfront-Arbeitspapier dann offline stellten, war die Häme von Ken Jebsen gross. Auch auf Facebook und Youtube verhöhnte und beschimpfte er die Stiftung und Wolfgang Storz, den Autor. Seine Anwälte habe er eingeschaltet, prahlte Ken Jebsen, die würden es denen jetzt zeigen. Albrecht Müller triumphierte ebenso, sprach sogar von Wiedergutmachung.
Inzwischen ist das Arbeitspapier wieder online; man habe sich mit Ken Jebsen Anwälten nicht auf eine aussergerichtliche Einigung verständigen können, heisst es in der aktuellen Erklärung der Otto Brenner Stiftung vom 19. Oktober 2015. Auf die Unterlassungserklärung und die Schadenersatzforderungen sei man nicht eingegangen.
Nun stellt sich mit dem Abschiedstext von Wolfgang Lieb heraus, dass alles noch viel schlimmer ist, als es die Otto Brenner Stiftung in ihrem ersten Arbeitspapier beschrieben und angedeutet hatte. Bei einem allfälligen Gerichtsverfahren gegen teure Anwälte Ken Jebsen und Albrecht Müller braucht die Otto Brenner Stiftung nun nur noch Wolfgang Lieb zu zitieren...
Also, Fans von KenFM und NachDenkSeiten: Dann spendet mal schön weiter!



"Aber dann kam es knüppeldick" oder Albrecht Müller sieht Didi Hallervorden als Opfer einer Medienkampagne

Das gefällt Dieter Hallervorden:
 
“Wie wahr und wir werden immer noch verurteilt, wenn wir Israel kritisieren, bzw. wir bezahlen immer noch Gutmachung, obwohl sie gerade das selbe machen mit ihren Nachbarn.”  (Edith Will auf der Facebook-Seite von Dieter Hallervorden)

Facebook Dieter Hallervorden

Albrecht Müller verabschiedete sich mit einem Solidaritätsartikel für Dieter Hallervorden und dessen Lied "Ihr macht mir Mut" ins Wochenende. Er schrieb:
"Unsere Medien sind sehr empfindlich, wenn sie kritisiert werden. Das wissen wir. Und sie können sehr harsch werden, wenn ihnen die Richtung nicht passt. Das ist schade, denn wir bräuchten den Dialog über die Qualität, über berechtigte und unberechtigte Kritik. Ein Vorgang aus der letzten Zeit zeigt die schwierige Konstellation besonders eindrucksvoll: Die Behandlung Dieter Hallervordens anlässlich seines 80. Geburtstags.
[...] Der Bedingung Hallervordens, den Song „Ihr macht mir Mut“ zu präsentieren, den die Agentur den Redakteuren zugemailt hatte, wurde sofort entsprochen. Aber dann kam es knüppeldick und wie abgesprochen: nachdem die Chefredaktionen jeweils ein paar Tage „in sich gegangen waren“, erhielt die Agenturchefin Claudia Neidig von allen eine Absage! Und wurde unter der Hand auf zu kritische Zeilen im Geburtstagssong verwiesen..."  (Albrecht Müller, NachDenkSeiten)
 
Albrecht Müller stilisiert Didi als Opfer einer gleichgeschalteten Medienkampagne. Dass Didi seit längerer Zeit antisemitische Ressentiments bedient, stört Albrecht Müller dabei weniger. Hauptsache Albrecht Müller kann wieder einmal "die massgeblichen Medien und "die Oberen" in ein schlechtes Licht stellen.
Wolfgang Lieb wird diesen Artikel auch gelesen haben. Und ich bin sicher, dass er froh ist, dies nicht mehr verantworten zu müssen.


Wichtige Leseempfehlung:  "Dieter Hallervorden gefällt das!"

Sonntag, 1. November 2015

Schmerzensgeld für Akif Pirinçci wegen Rufschädigung?

„Offenkundig scheint man bei der Macht [konkret bezogen auf einen für Flüchtlingsunterbringung zuständigen Regierungspräsidenten] die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. [Pause, Beifall vom Publikum] Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb. [Beifall vom Publikum]“  (Wikipedia)
 
 
Es fällt auf, dass viele PEGIDA-Anhänger und "Lügenpresse"- und "Kampfpresse"-Rufer von ganz links bis ganz rechts nun mit aller Kraft betonen, dass Akif Pirinçcis Satz "Aber die KZ's sind ja leider derzeit ausser Betrieb" aus dem Kontext gerissen worden sei.
Auch Stefan Niggemeier nimmt sich diesem Thema heute an. Akif Pirinçcis Anwalt fordert nun von mehreren Zeitungen Unterlassungs- und Schmerzensgeldansprüche, was PEGIDA-Fans, "Lügenpresse"- und "Kampfpresse-Rufer und solche, die schon immer behaupteten, dass die etablierten Medien gleichgeschaltet und die Regierenden amoralisch wären, mal wieder zur Hochform auflaufen lässt.
 
Ich gehe davon aus, dass Akif Pirinçci lange an seiner Rede gefeilt hatte. Und frage mich nun, weshalb er den letzten, entscheidenden KZ-Satz nicht auch in den Konjunktiv gesetzt hat...

Dadurch, dass der entscheidende Satz eben nicht im Konjunktiv steht, dürfte Akif Pirinçci den Satz genau so gemeint haben, wie er ihn gesagt hat.


Nachtrag von 20.55 Uhr

Leseempfehlung:  "Pirinccis PR-Coup: Gute KZs, schlechte KZs?"

Samstag, 31. Oktober 2015

Albrecht Müller und Jens Berger verweigern sich jeglicher Diskussion über die Gründe des Ausstiegs von Wolfgang Lieb

Wolfgang Lieb hatte klar und deutlich geschrieben, weshalb er es mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte, weiterhin für die NachDenkSeiten zu arbeiten. Leicht gefallen ist ihm dieser Schritt nicht. Es erstaunt daher nicht, dass viele treue NachDenkSeiten-Leser - und auch viele Spiegelfechter-Stammkommentatoren - eine Diskussion über die von Wolfgang Lieb aufgeführten, schwerwiegenden Gründe verlangen.
Albrecht Müller und Jens Berger verweigern sich jedoch konsequent jeglicher Diskussion und Aufarbeitung. Ein besonders tragisches Schauspiel bot sich gestern Abend auf Facebook der NachDenkSeiten. Ein feiger Jens Berger flüchtete sich vor Jutta Ditfurths gestellten Fragen in lächerliche, fadenscheinige Ausreden. Dass Jutta Ditfurth im selben Thread vom rechten Mob beschimpft, beleidigt und diffamiert worden war, war keiner der NachDenkSeiten-Mitarbeiter eine Zeile wert. Albrecht Müller und Jens Berger scheinen tatsächlich der Meinung zu sein, einer längst fälligen Aufarbeitung der von Wolfgang Lieb genannten Entwicklung aus dem Weg gehen zu können und so zu tun, als sei alles im grünen Bereich. Auf dem Spiegelfechter hatte Jens Berger Forderungen nach einer Diskussion über den Ausstieg von Wolfgang Lieb einfach gelöscht (ich habe davon einen Screenshot veröffentlicht). Dieses Vorgehen ist der NachDenkSeiten, die eine Art "Gegenöffentlichkeit" sein wollen, unwürdig.
Auch dringend nötig wäre eine Diskussion über das Verhältnis mit Figuren wie Diether Dehm, den COMPACT-Autor Willy Wimmer und den "lupenreinen Demokraten" Ken Jebsen.
Vor nicht allzu langer Zeit stufte Jens Berger den glühenden Ken Jebsen noch so ein:
"...Das erinnert mich an einen der gelöschten Kommentare. Darin fragt Florian Hauschild, warum “Kritik am Geldsystem antisemitisch” sein soll. Diese Frage hat es in sich. Schließlich sind es ja die Mährholzens, Jebsens und Hauschilde, die eine Verbindung von FED/Geldsystem zum Judentum herstellen … was freilich abstrus ist. Wer auf diese Frage überhaupt antwortet, erkennt damit – ob er es will oder nicht – an, dass diese dämlichen Thesen diskussionsfähig sind."  (Jens Berger, Spiegelfechter)

 
Gestern jedoch stellte sich Jens Berger schützend vor Ken Jebsen, stilisierte ihn allen Ernstes zum "Schmuddelkind"-Opfer und versuchte die Annäherung Albrecht Müllers an Ken Jebsen zu beschönigen.
In Bezug auf Jürgen Elsässers COMPACT-Autor und Pleisweiler Gespräche-Gast Willy Wimmer stellte sich Jens Berger sogar blöd:
 
"Und was Elsässer angeht - was hat denn bitte schön dieser Unappetitling mit den NachDenkSeiten zu tun? Sind wir mit dem auch über zehn Ecken verwandt oder verschwägert? Wäre mir neu."  (Jens Berger, 30. Oktober 2015)
 
Nein, zehn Ecken sind es nicht. Ausserdem ist der von Albrecht Müller hochgelobte, "segensreiche" Willy Wimmer auch gefeierter Autor auf KOPP-Online.
Macht nur weiter so...



Freitag, 30. Oktober 2015

Statement auf KenFM von Diether Dehm, Ottfried Fischer, Uli Gellermann, Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht, Konstantin Wecker u.a.

 

"Wir wollen weiterhin, dass die „Nachdenkseiten“ in diesem Sinne stärker werden, sich noch stärker mit anderen kritischen Medien („Weltnetz.tv“, Konstantin Weckers „Hinter den Schlagzeilen“, „Ossietzky“, „Rationalgalerie“, „Kontext.TV“ u. ä.) vernetzen. Deutschland, das seinen Sozialstaat schon lange vor den Flüchtlingen zu ruinieren begonnen hat, und sich ohne Beseitigung der von Konzernen, Großbanken und NATO-Strategen zu verantwortenden Ursachen von Völkerwanderung und Flucht in Ausweglosigkeiten manövriert und in dreizehn Staaten Krieg führt, hat Meinungsvielfalt auf dem Boden des Grundgesetzes gegen Militarismus und neoliberalen Freihandel, hat also die „Nachdenkseiten“, nötiger denn je.
Daniela Dahn
Diether Dehm
Ottfried Fischer
Uli Gellermann
Oskar Lafontaine
Peter Sodann
Sahra Wagenknecht
Konstantin Wecker"  (KenFM)
 

 
Tja, Wolfgang Lieb hat nachgedacht - und ist ausgestiegen...

Fall Ganser/Wernicke: Die NachDenkSeiten geben nachträglich eine mögliche Interessenkollision zu

"Hinweis zu möglichen Interessenkollisionen: Jens Wernicke, der das Interview für die NachDenkseiten führte, ist auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter, des von Danielle Ganser geleiteten Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) tätig."  (verantwortlich: Jens Berger, NachDenkSeiten)

Dieser Hinweis hat leider einen kleinen Schönheitsfehler. Ein Telepolis-Stammkommentator beschreibt ihn so:
 
"Die "NachDenkSeiten" haben jetzt ihren Artikel ergänzt:
Zitat: "Hinweis zu möglichen Interessenkollisionen: Jens Wernicke, der das Interview für die NachDenkseiten führte, ist auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter, des von Danielle Ganser geleiteten Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) tätig."
Naja, immerhin.
Allerdings ohne diesen Hinweis auch als Nachtrag zu kennzeichnen, Transparenz sieht für mich anders aus. Bei einer Seite die sich nach eigener Beschreibung "Die kritische Website" nennt, könnte man mehr erwarten. Transparent wäre es, die Nachträge auch als solche zu kennzeichnen, vor allem wenn man auf die Petition „Transparenz auf #Wikipedia!“ hinweist. Auch bei Heise werden Nachträge gekennzeichnet, sogar hier im Forum (Editiert am...) das ist eigentlich auch üblich.
Apropos Heise, guck Dir mal diesen Artikel an:
"Die Welt im Erdölrausch"
Nur zur Info: Ein Interview mit Herrn Ganser, geführt von Jens Wernicke.
Irgendwie lustig."  (andlonn)

 
Dr. Daniele Ganser in Aktion - vor
dem Logo von KenFM
 
 



Donnerstag, 29. Oktober 2015

Ein "Offener Brief" eines linken Bündnisses, welches vor Daniele Ganser warnt, wird von Telepolis zerrissen

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende!
Mit großer Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass in der nächsten Woche auf Einladung der Fakultät für Kulturreflexion Dr. Daniele Ganser zu einer öffentlichen, kostenpflichtigen Veranstaltung als Referent eingeladen ist.
Daniele Ganser stellt Verschwörungstheorien insbesondere zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 als in der Wissenschaft zu diskutierende Erklärungsansätze dar. In seinen Vorträgen unterschlägt er längst geklärte Sachverhalte und stellt Fragen als offen dar, die eine plausible und nahliegende Erklärung haben. Vertreter der ETH Zürich und der Universität Zürich, an denen Daniele Ganser beschäftigt war, lehnen seine Ideen als „völlig absurd“ ab und legen Wert auf die Feststellung, dass Ganser sie nicht während seiner Arbeit als Wissenschaftler an den Universitäten, sondern in seiner Freizeit entwickelt. Auch die Universität Basel, an der er anschließend arbeitete, distanzierte sich wegen seiner Ansichten zu 9/11 von Ganser. Der Rektor der Uni Basel, Antonio Loprieno, sagte in dem Zusammenhang, dass er Gansers Thesen zu 9/11 dieselbe empirische Wahrscheinlichkeit wie der Theorie, dass Ausserirdische die ägyptischen Pyramiden gebaut haben könnten, beimesse. Damit benennt er in etwa das Niveau, auf dem sich die Ausführungen Daniele Gansers bewegen. Gansers Thesen sind ungefähr so seriös wie die Erich von Dänikens.
Im März 2015 hat das Bündnis Witten gegen Verschwörungswahn, bestehend aus den Wittener Ortsgruppen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Piratenpartei NRW, Bürgerforum, WBG, Die PARTEI, Witten Direkt, Jusos, Grüne Jugend und Ring politischer Jugend gemeinsam mit vielen Einwohnern der Stadt gegen den „1. Alternativen Wissenskongress“ (AWK) in Witten demonstriert und über die dort auftretenden rechtspopulistischen Verschwörungstheoretiker aufgeklärt. Das Bündnis konnte damals nicht verhindern, dass diese Veranstaltung stattfindet.
Dennoch demonstrierten über 250 Wittenerinnen und Wittener am Veranstaltungstag vor dem Saalbau. Ein Erfolg ist auch, dass der 2. AWK, anders als ursprünglich angekündigt, nicht mehr in Witten, sondern in Iserlohn stattfindet. Dieser Erfolg wird nun allerdings durch die Universität Witten / Herdecke in Frage gestellt, die mit Daniele Ganser einen der Referenten dieser
2. Ausgabe des AWK nach Witten einlädt.
Daniele Ganser tritt regelmäßig mit anderen bekannten Verschwörungstheoretikern auf, so etwa mit Jürgen Elsässer, dem Chefredakteur des rechtspopulistischen Magazins Compact, und der AIDS-Leugnerin Juliane Sacher auf der vom Schweizer Sektengründer Ivo Sasek veranstalteten Anti-Zensur-Konferenz, die in der Vergangenheit auch Holocaust-Leugnern eine
Bühne bot. Immer wieder führt er Interviews mit Ken Jebsen, einem weiteren bekannten Vertreter der Verschwörungstheoretiker-Szene, der auch bei den rechtsoffenen „Montagsmahnwachen für den Frieden“ sehr aktiv ist.
Wir können nicht nachvollziehen, wieso die Uni W/H Ganser eine Bühne zur Verfügung stellen will. Beim geplanten Thema soll er laut Mitteilung der Universität zeigen, „welche Recherchemöglichkeiten das Internet an die Hand gibt und wie man zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden kann.“ Wenn Ganser hier nicht selbst als Negativbeispiel herhalten soll, hat man hier wohl den Bock zum Gärtner gemacht.
Bei früheren Vorträgen gab er dazu den Rat: Exklusiv auf Youtube suchen statt die Abendnachrichten zu schauen. Dieses Argumenationsmuster entspricht in etwa dem PEGIDA-Spruch „Lügenpresse halt die Fresse!“, nur dass Ganser es auf eine vornehmere Art und Weise ausdrückt. Das Publikum, das sich von Gansers Thesen angesprochen fühlt, dürfte dementsprechend zum größten Teil aus PEGIDA- und AfD-Anhängern und einem irrlichtenden Verschwörungstheoretikermilieu bestehen.
Die Grenze zwischen pluraler Meinungsbildung, akademischen Ideenstreit und politischer Meinungsmache plumpster Art, sind daher mit der Einladung Daniele Gansers klar überschritten. Innerhalb der seriösen akademischen Welt ist es unbestrittener Konsens, dass nicht jeder kruden These unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ein Forum geboten wird. Die Universität Witten / Herdecke sollte sich daher entscheiden, ob sie auf dem Boden der Wissenschaft stehen möchte oder als vermeintlicher Tabubrecher lieber halbseidene Gestalten ihren Studierenden als Gesprächspartner anempfiehlt.
Hinzu kommt, dass laut Presseberichten Herr Ganser für seine Vorträge 5000 Schweizer Franken bekommt. Es liegt daher offen auf der Hand, dass die Universität Witten / Herdecke Herrn Ganser und seinen Theorien nicht nur ein Forum bietet, sondern ihn bei seiner Arbeit auch finanziell unterstützt. Nicht zuletzt wollen wir Sie darauf hinweisen, dass zwar möglicherweise Ihre
Studierenden im Rahmen ihrer Seminare auf die fragwürdigen Theorien und Argumente vorbereitet wurden, die beim Vortrag anwesende Öffentlichkeit jedoch nicht. Gerade in Zeiten von einer erstarkenden PEGIDA braucht es unserer Meinung nach keinen weiteren Nährboden für ähnliche, weltfremde und undifferenzierte Äußerungen – erst recht nicht bei einer öffentlichen Veranstaltung unter dem Deckmantel der Wissenschaft.
Wir fordern daher die Universität Witten / Herdecke auf, Daniele Ganser wieder auszuladen und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren. Wir sind für Meinungsfreiheit, halten aber die Kongresse und die Verschwörungstheoretiker-Szene, in der er sich bereits freiwillig regelmäßig bewegt, für einen passenderen Rahmen für seine abwegigen Thesen.
Mit freundlichen Grüßen,
SPD Witten
Bündnis 90/Die Grünen Witten
Piratenpartei NRW
Jusos Witten
Grüne Jugend Witten
Antifabündnis Witten
Trotz Allem – Soziokulturelles Zentrum Witten"

Von KOPP-Online als "Alternative zum gleichgeschalteten
Einheitsbrei" gepriesen: Positionen von KenFM


Dieser "Offene Brief" eines eher linken Bündnisses wird heute von einem Telepolis-Autor zerrissen und das Bündnis wird in die rechte Ecke gestellt. Im Telepolis-Artikel fallen dann solche Äusserungen über die Ganser-Warner:

"Verschwörungstheoretiker,
besorgte Bürger,
selbst ernannten McCarthys,
krude Verschwörungstheorien,
aberwitzig-naive Zurechnung,
reaktionäre Zensuraufruf,
selbsternannten Inquisition,
grenzen an Realsatire,
durchweg hysterische Hexenjagd,
provinziellen Blockwarten,
Zensur-Eiferer,
Wittener Zensur-Taliban"


Dok vom durchgeknallten Hetz-Blog "Propagandaschau" hätte diesen Artikel nicht besser hingekriegt...
Dass der Telepolis-Artikel bei den heutigen "Hinweisen des Tages" der NachDenkSeiten an erster Stelle steht, braucht nicht zu verwundern.
Jens Bergers Anmerkung zum Telepolis-Artikel:
"Danke Markus Kompa für diesen tollen Artikel, der sicher mit sehr spitzer Feder geschrieben ist, aber genau dadurch zum Nachdenken anregen sollte."  (Jens Berger, NachDenkSeiten)

Tja, Wolfgang Lieb hat - im Gegensatz zu Jens Berger - auch nachgedacht - und ist ausgestiegen...




Mittwoch, 28. Oktober 2015

Weshalb verschweigen die NachDenkSeiten ihre Verbindungen zu Daniele Ganser?

"COMPACT ist es gelungen, erstmals überhaupt Karl-Heinz Hoffmann, Gründer der Wehrsportgruppe, und Daniele Ganser zu einem Streitgespräch vor die Kamera zu bitten."  (COMPACT)
 

Daniele Ganser und Karl-Heinz Hoffman bei COMPACT


Daniele Ganser (SIPER-Institut) hingegen war es gelungen, Jens Wernicke (NachDenkSeiten) als Mitarbeiter seines SIPER-Institutes zu gewinnen...
 
Ein Telepolis-Stammkommentator meinte dazu:
"Auf den Nachdenkseiten führt ein gewisser Herr Jens Wernicke ein Interview mit Markus Fiedler der zusammen mit Frank Michael Speer für den Film "Die dunkle Seite der Wikipedia" verantwortlich ist. In dem Film geht es um gezielte Manipulation von Wikipedia.
[...] Der Film bezieht sich immer wieder auf ein konkretes Beispiel des Wikipedia Eintrags zur Person "Daniele Ganser" da er in seinem Wikipedia Artikel, laut den Machern des Films, als Verschwörungstheoretiker verunglimpft wird und sich an diesem Beispiel einiges leichter erklären lässt.
Ich finde es irgendwie befremdlich, das bei einem Interview über einen Film der aufzeigen will, "dass hinter der Struktur der deutschsprachigen Wikipedia ein spezieller Personenkreis agiert" und bei einer Seite wie den NachDenkSeiten, es anscheinend noch nicht einmal für nötig erachtet wird, zu erwähnen, das der Interviewer Herr Jens Wernicke ein Mitarbeiter von der besagten Person Daniele Ganser ist.
[...] Vor allem dann, wenn sich die "NachDenkSeiten" unter anderem dieses Ziel gesetzt hat:
"NachDenkSeiten wollen hinter die interessengebundenen Kampagnen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung leuchten und systematisch betriebene Manipulationen aufdecken."
Und erst recht befremdlich, wenn derjenige der das Interview führt, solche Fragen stellt:
"Das heißt, die Wikipedia reproduziert öffentliche Demagogie. Inwiefern denn genau? Und welche Folgen zeitigt das?"
und weiter:
"Linke werden also auch bei der Wikipedia als Rechte inszeniert und eine spezifische Form von Gesellschaftskritik diffamiert? Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke hat, wenn auch nicht zum Komplex Wikipedia, so aber doch zu Methode und Vorgehen, unlängst ja ein Buch geschrieben, in dem er einen immer weiter um sich greifenden Rufmord gegen Linke konstatiert. Der Wahnsinn scheint also Methode zu haben…"
(Anmerkung: Das ist doch keine Frage mehr? Das hat einen ganz anderen Charakter.)
usw. usw....:
Fazit:
Der eigene Mitarbeiter von Daniele Ganser interviewt den Macher eines Filmes, der über Manipulation, Meinungsdiktatur und der "Struktur eines speziellen Personenkreises" aufklären will und ganz nebenbei noch die Reputation eines gewissen Daniele Ganser verbessern möchte, ohne auf der Seite einen Hinweis darauf zu finden, das es sich um einen Mitarbeiter von Herrn Ganser handelt? Das ist nicht deren Ernst?
Das Ganze auf einer Seite deren Ziel es ist, "hinter die interessengebundenen Kampagnen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung zu leuchten und systematisch betriebene Manipulationen aufzudecken."
Ähm? Wie bitte? Welche "Kampagnen", "Meinungsbeinflussungen"und "Manipulationen" sind gemeint? Ihre eigenen anscheinend nicht.
Ja, ich glaube zu wissen warum Wolfgang Lieb da nicht mehr mitmachen wollte.
Das ist unterirdisch."  (andlonn)


Dass Albrecht Müller den PEGIDA-Versteher  und COMPACT-Autor Willy Wimmer zu den Pleisweiler Gesprächen einlud, erstaunt dann nicht mehr so sehr.
 
 
 
Es würde mich auch nicht erstaunen, wenn sich der von Albrecht Müller hochgelobte, "segensreiche" Willy Wimmer auch noch vom KOPP-Verlag interviewen lassen würde...


Nachtrag von 14:00 Uhr

Daniele Ganser machte vorgestern auf dem russischen Satiresender Propagandasender RT Deutsch Werbung für KenFM und die NachDenkSeiten:

Dienstag, 27. Oktober 2015

"... die sich zusammentun um den Goliath der Desinformation und Lüge das Fürchten zu lehren!"

Am 19. März 2015 verkündete weltnetz.tv in ihrem Artikel, dass der NachDenkSeiten- und weltnetz.tv-Mitbegründer Albrecht Müller eine Kooperation der NachDenkSeiten mit dem weltnetz.tv starte, um "den Goliath der Desinfomation und Lüge das Fürchten zu lehren!"...


Albrecht Müllers Videobotschaft über
Medienmacht und Manipulation
(weltnetz.tv)
 
 
Noch sei nicht alles verloren:  "Doch noch ist nicht alles verloren. Es gibt eine Reihe von Medien, teils kleinen Blogs und Internetseiten, die dem Wahnsinn den Kampf angesagt haben - mit den Mitteln und Möglichkeiten, die sie eben haben. Dass diese Mittel weit kleiner ausfallen, als was ZDF und FAZ so aufbringen können, liegt auf der Hand. Darum müssen wir zusammenarbeiten, kooperieren."  (weltnetz.tv)
 
Auch damit wird Wolfgang Lieb wohl nicht einverstanden gewesen sein, denn inzwischen ist klar geworden, wen Albrecht Müller mit dieser "Reihe von Medien, teils kleinen Blogs und Internetseiten" gemeint hatte:  KenFM, Propagandaschau, Ständige Publikumskonferenz, Institut für Medienverantwortung, Rationalgalerie, Spiegelfechter, Kritisches-Netzwerk, Neue Rheinische Zeitung, RT Deutsch, Rebellunion, Hinter den Schlagzeilen, usw.
 
Diether Dehm und Konstantin Wecker gehören, nebst anderen, auch zu den Mitbegründern von weltnetz.tv.