Über dieses Blog:


Ich dokumentiere hier die Journalistenhatz der NachDenkSeiten und des weltnetz.tv - und deren Umfeld.

Albrecht Müller veröffentlichte am 21. März 2014 in den NachDenkSeiten eine Liste mit Journalisten. Er forderte seine Leser dann auf, die Namen dieser Journalisten zu verbreiten und deren Glaubwürdigkeit "im Mark" zu erschüttern.
Namentlich erwähnt wurden auf dieser Liste folgende Journalisten: Josef Joffe (Zeit), Matthias Naß (Zeit), Marc Brost (Zeit), Stefan Kornelius (Süddeutsche Zeitung), Claus Kleber (ZDF), Peter Frey (ZDF), Kai Diekmann (Bild), Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Michael Stürmer (Welt.)

Albrecht Müller wörtlich: "Nennen Sie Namen. Denn die laufende Agitation ist nicht namenlos. Sie wird von Personen organisiert und getragen. Die Glaubwürdigkeit dieser Personen muss im Mark erschüttert werden."
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21155

Diese Medienverächtlichmachung (gepaart mit der Verteufelung - z.B. Wolfgang Schäuble als der "Leibhaftige" - von Politikern) ist eine brandgefährliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass die NachDenkSeiten eine Kooperation mit dem weltnetz.tv verkündet haben.
"Dieter Böhm betreibt neben dem Thüringer Lokalsender [Salve TV] auch das Nachrichtenportal weltnetz.tv, dessen Domain auf Böhm registriert ist. Weltnetz.tv bezeichnet sich als „Plattform für linken Journalismus“, einem Journalismus in dem Herrscher wie Syriens Bashir al-Assad, Russlands Vladimir Putin oder Venezuelas Maduro als Verbündete gelten. Israel und die USA dagegen erscheinen auf dem Portal als Ausgeburten des Bösen." (localtimes-erfurt.de)
http://localtimes-erfurt.de/kalter-krieg-bei-salve-tv-ein-nachtrag/

Sonntag, 25. Oktober 2015

Die Otto Brenner Stiftung braucht künftig nur noch Wolfgang Lieb zu zitieren

Gross war das Geschrei der Getroffenen, als die Otto Brenner Stiftung ihr Querfront-Arbeitspapier in Netz stellten. Albrecht Müller war mehrere Tage sprachlos, danach brach bei ihm Wut und Empörung bahn. Er, der Mitbegründer der als seriös geltenden NachDenkSeiten ein Querfröntler - nur weil er Ken Jebsen ein Interview gegeben habe? Schliesslich habe auch der Compact-Autor Willy Wimmer dem mit "grosser intellektueller Kraft und Energie" ausgestatteten Ken Jebsen ein Interview gegeben. Albrecht Müller schäumte und spie Gift und Galle gegen die Otto Brenner Stiftung, die er in seinen NachDenkSeiten bisher stets lobend erwähnte, wenn sie "etablierte Medien" aufs Korn genommen hatte.
Auch Ken Jebsen tobte. Als die Otto Brenner Stiftung das Querfront-Arbeitspapier dann offline stellten, war die Häme von Ken Jebsen gross. Auch auf Facebook und Youtube verhöhnte und beschimpfte er die Stiftung und Wolfgang Storz, den Autor. Seine Anwälte habe er eingeschaltet, prahlte Ken Jebsen, die würden es denen jetzt zeigen. Albrecht Müller triumphierte ebenso, sprach sogar von Wiedergutmachung.
Inzwischen ist das Arbeitspapier wieder online; man habe sich mit Ken Jebsen Anwälten nicht auf eine aussergerichtliche Einigung verständigen können, heisst es in der aktuellen Erklärung der Otto Brenner Stiftung vom 19. Oktober 2015. Auf die Unterlassungserklärung und die Schadenersatzforderungen sei man nicht eingegangen.
Nun stellt sich mit dem Abschiedstext von Wolfgang Lieb heraus, dass alles noch viel schlimmer ist, als es die Otto Brenner Stiftung in ihrem ersten Arbeitspapier beschrieben und angedeutet hatte. Bei einem allfälligen Gerichtsverfahren gegen teure Anwälte Ken Jebsen und Albrecht Müller braucht die Otto Brenner Stiftung nun nur noch Wolfgang Lieb zu zitieren...
Also, Fans von KenFM und NachDenkSeiten: Dann spendet mal schön weiter!


 
Meines Erachtens war das Arbeitspapier zur Querfront-Studie in Bezug auf das weltnetz.tv, den weltnetz.tv-Mitbegründer Albrecht Müller und die NachDenkSeiten bereits in der ersten Version viel zu vage, mangelhaft und oberflächlich. Hätte Wolfgang Storz über Albrecht Müller besser recherchiert, wären die Verflechtungen mit der neurechten Querfront- und Truther-Szene viel deutlicher zu erkennen gewesen.
Vielleicht sollte ich mit Wolfgang Storz doch mal Kontakt aufnehmen.
 
"Werden die nds ihren Kurs korrigieren, wenn wir Ihnen öffentlich sagen, dass rote-fahne.eu, dass weltnetz, dass KenFM, dass Elsässer nichts mit unserem Ansatz zu tun haben, nichts “mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist”, gar nichts?"  (Hartmut Finkeldey auf seinem Blog "Kritik und Kunst").  Nein, Hartmut Finkeldey, werden sie nicht!
 
Wenn das weltnetz.tv (zu deren Mitbegründer nebst Albrecht Müller auch Diether Dehm, Konstantin Wecker u.a. gehören) keine Querfront ist, dann sind Ken Jebsen und Jürgen Elsässer lupenreine Demokraten...


Leseempfehlung:  "Albrecht Müller schwingt jetzt auch die Abmahnkeule"

Kommentare:

  1. Friedensdemo-Watch:

    Neue Rechte plant Putsch.
    Politiker der Alternative für Deutschland AfD und andere Rechtsextremisten haben heute an der Konferenz des COMPACT-Magazin teilgenommen. Ziel ist der Umsturz des Politischen Systems mittels eines (illegalen) Generalstreiks und einer (ebenfalls illegalen) Beeinflussung der Bundeswehr.
    Link: https://archive.is/4bXb3


    https://www.facebook.com/friedensdemowatch/photos/a.644425858945007.1073741828.644416022279324/922682291119361/?type=3&theater

    Total gaga.

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    1. Wikipedia zu Ken Jebsen:

      "In diesem Zusammenhang äußerte sich Jebsen auch skeptisch gegenüber der Demokratie: Zugvögel zum Beispiel würden nicht demokratisch agieren, sonst schafften sie es nie bis Afrika, sondern „kämen […] nur bis Sylt. Nein, die kommen bestens ohne Demokratie zurecht“. Für den Journalisten Tobias Jaecker zeigt sich hier das vordemokratische Ideal eines „organischen Zusammenleben in der Gemeinschaft, die das verderbte Korsett der Demokratie abschütteln müsse […]." Jaecker beurteilte dies in seinem Artikel weiter als "ein Denken, das brandgefährlich ist“."

      Total gaga.

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  2. Fundstück bei Wikipedia:

    "Lobhudelei[Bearbeiten]

    Nur zufällig hier reingestolpert. Ich will keinen Leser der NachDenkSeiten verärgern, aber nur darauf hinweisen, dass dieses Blog inzwischen durchaus umstritten ist, wegen seiner Nähe zur Querfront bzw. Mahnwachen/"Friedensbewegung 2.0". Da der Artikel ansonsten sich wie eine Lobrede liest, besteht hier m.E. Handlungsbedarf, beispielsweise durch eine Kritiksektion. --Mcleinn (Diskussion) 21:28, 11. Okt. 2014 (CEST)
    Und die Beispiele für die Querfront-Zuordnung gibt's wo zu besichtigen? --NappyInFranken 17:13, 14. Nov. 2014 (CEST) Njo, Jens Berger hält Pedram Shahyar offensichtlich für eine seriöse Quelle. Albrecht Müller ist sich nicht zu schade, um sich von RT Deutschland instrumentalisieren zu lassen. Ist ziemlich offenkundig, daß die NachDenkSeiten eine ziemlich eindeutige Haltung zum Thema einnehmen. 77.21.16.96 22:08, 9. Dez. 2014 (CET)"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:NachDenkSeiten

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    1. Abrufstatistik zum Thema "Wolfgang Lieb":
      http://stats.grok.se/de/latest30/Wolfgang_Lieb

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  3. bei reddit.com:

    ""Meines Erachtens kommt die Journalistenhatz der NachDenkSeiten und des weltnetz.tv inzwischen einer Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert nahe."
    Mindestens genauso dämlich wie die schlechtesten Artikel auf den NDS."


    Okay, hat was. Ich nehme es jetzt raus, lenkt nur ab.

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    1. gut so. ich wusste schon immer, daß du dazu lernen kannst ;-)

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  4. Diether Dehm und Pedram Shahyar (und andere) an der Zimmerwaldkonferenz. Bei Minute 0:51 drängt sich Diether Dehm ins Bild der Regebogen.tv-Kamera:
    https://www.facebook.com/Rebellunion/posts/948403701892879

    Von Querfront keine Spur...

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  5. Maren Müller (Publikumskonferenz) über "dubiose Quellen":
    "Ob Diffamierungsversuche gegen Albrecht Müller und/oder die in dem Zusammenhang anstehenden juristischen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen, ob Lieb die Querfront- und Truthervorwürfe aus mehr als dubiosem Umfeld gegen die Nachdenkseiten leid war und ob er vielleicht dadurch Nachteile für seine Reputation und/oder alternative Engagements fürchtete, weiß nur er selbst."
    https://publikumskonferenz.de/blog/2015/10/25/von-u-booten-und-anderen-kuschelbaeren/

    Nun wird also Wolfgang Lieb von NachDenkSeiten-nahen Kreisen zum Abschuss freigegeben...:
    "Liest sich ein wenig wie: Das U-Boot Wolfgang Lieb taucht auf und damit ab. Anders können diese halbgaren Zeilen nicht gedeutet werden. Was dachte der gute Mann? An Veränderung ohne grundsätzliche Kritik? An ein wenig Meinungsmanipulation der Leser in den Grenzen seiner eigenen politischen Vorstellung? Naiv war er oder aus Berechnung dabei? Ein Korrektiv wollte er spielen – doch für was genau?

    Sein letzter Artikel mit all den Verlinkungen stellt groteskerweise genau das Gegenteil dessen dar, was er damit aussagen wollte. Denn wenn der Leser den Links folgt und diese liest, dann wird schnell klar, was Lieb mit dieser letzten “guten Tat” vor hat. Vermeintlich will nun er Albrecht Müller ebenfalls in eine Ecke stellen. In eine Ecke die nach den Worten von Lieb weit weg ist von der humaneren, sozialeren und friedlicheren Welt, die sich Lieb so sehr für die NDS gewünscht hätte. Lieb versucht Müller damit ebenfalls in die Querfrontlinie zu schieben, weil Lieb vielfach darauf angesprochen wurde und auch dafür verantwortlich gemacht, was auf den NDS steht."

    https://publikumskonferenz.de/blog/2015/10/25/von-u-booten-und-anderen-kuschelbaeren/

    Es wird hässlich...

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  6. Hi, unter nachfolgendem Link sind neben den Arbeitsunterlagen, weitere aktuelle Papiere zu Querfont, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Verschwörungsideologien gesammelt.

    Es findet sich dort zudem eine Masterarbeit, als auch ein Vortrag dazu und in den Kommentaren hat mir jemand noch eine analytische Bacholeur-Arbeit zu Verschwörungsmythen und Friedensmahnwachen verlinkt. https://hirtlitschka.wordpress.com/2015/10/22/aktuelle-arbeitsunterlagen-zu-querfront-verschwoerungsideologien-rassismus-antiamerikanismus-antisemitismus/

    Danke für deine Aufklärung!

    Grüße
    Uli

    P.S.: Schick mir mal irgendeine Email-Adresse wo ich dich erreiche, meine findet sich in meinem Impressum!

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  7. Beim Spiegelfechter: Stammkommentator aquadraht wünscht sich eine Diskussion über den Weggang von Wolfgang Lieb.
    Jens Berger (NachDenkSeiten, Stellvertreter von Albrecht Müller) antwortet so:
    "Lieber a^2,
    das geht aus m.E. verständlichen Gründen nicht. Ich bin Mitarbeiter der NachDenkSeiten und da die “SF-Gemeinde” das natürlich nicht “sachlich und solidarisch” debattieren wird, würde das in einer “Schlammschlacht” ausarten. Daran habe ich verständlicherweise kein Interesse. Die Debatte sollte wo anders geführt werden.
    Sorry,
    Jens"

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/132383/pegida-verbieten#comment-405214

    Erbärmlich!

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